Berührungsängste abbauen – den Horizont erweitern – eigene Stärken aber auch Grenzen erleben

Seit Anfang 2016 kooperiert die Ergotherapieabteilung der Völker-Schule mit dem Bildungs- und Freizeitwerk (BuFO) der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück.
Das BuFO bietet Menschen mit und ohne Behinderung vielfältige Möglichkeiten, einen gemeinsamen Urlaub zu gestalten. Und dieses Angebot wird durch unsere Schüler unterstützt. Nach einer ausführlichen Vorbereitung im regulären Unterricht unterstützt durch zahlreiche Seminare aus den Bereichen Erste-Hilfe, Pflege, Hygiene, Nähe und Distanz, etc. werden die Schüler und Schülerinnen inhaltlich auf die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen vorbereitet. Teamtage und Besuche in den Wohnheimen ermöglichen ein erstes Kennenlernen und bauen Berührungsängste ab.
Im Mai eines jeden Jahres begeben sich die Schüler und Schülerinnen mit einer hauptamtlichen Kraft und einigen Menschen mit Behinderungen auf eine gemeinsame Reise. Aufgabe der Schüler und Schülerinnen ist die tägliche Begleitung, Unterstützung und Betreuung der Reisenden sowie die Planung und Durchführung der Freizeit- aber auch Selbstversorgungsaktivitäten.
Begegnungen auf Augenhöhe bilden dabei den Mittelpunkt der Reisebegleitung und schaffen so besondere Erfahrungs- und Austauschmöglichkeiten.


 

Theorie und Praxis – Manchmal ein ganz schöner Spagat

Die St. Elisabeth Pflege GmbH ist Träger der katholischen Pflegeeinrichtung St. Clara, St. Franziskus, dem Paulusheim und des Caritas Pflegedienstes in Osnabrück. Arbeitsschwerpunkte der Elisabeth Pflege liegen in den Bereichen Altenpflege, Demenzpflege, „Junge Pflege“, Tagespflege, Betreutes Wohnen und Kurzzeitpflege.
Seit September 2014 besteht das Kooperationsprojekt zwischen der St. Elisabeth Pflege und der Völker-Schule Osnabrück, im Rahmen dessen die Ergotherapieschüler und-schülerinnen im ersten und zweiten Ausbildungsjahr (für den Zeitraum von einem Jahr) einmal wöchentlich entweder in 2-3er Teams oder im Einzelsetting die Einrichtungen besuchen.
Für jeden Besuch erhalten die Schüler/innen eine Aufgabenstellung von Seiten der Schule, mit Hilfe derer sie die wöchentliche Stunde gemeinsam mit einem Bewohner oder einer Klientengruppe gestalten. Hierbei handelt es sich um betätigungsorientierte, spielerische oder kreative Angebote, Aufgaben aus dem Bereich „Aktivitäten des täglichen Lebens“ (ADL), sowie Beobachtungsaufgaben bspw. zur Kommunikation oder zu Einzelaspekten der Befunderhebung.
Aufgabe der Schüler ist es dabei, auf die Fähigkeiten des einzelnen Bewohners Rücksicht zu nehmen und die Aufgabenstellungen ggf. zu adaptieren. Das Wohlbefinden der Bewohner und die Freude an der gemeinsamen Aktivität stehen jeweils im Mittelpunkt des Besuches.
Zu jedem Arbeitsauftrag erfolgt eine selbständige Dokumentation der Schüler und Schülerinnen. Begleitend findet wöchentlich dazu ein Vorbereitungs- und Aufarbeitungsunterricht in der Schule statt.
Die Zielsetzung dieses Projektes ist eine frühzeitige Einbindung der Schüler in die praktische therapeutische Arbeit, sowie die kontinuierliche Verknüpfung von theoretischen Unterrichtsinhalten mit praktischen Erfahrungen von Beginn der Ausbildung an.
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