Die Ausbildung Ergotherapie

Die schulische Ausbildung der Ergotherapeuten/innen dauert 3 Jahre. Die in dieser Zeit begleitende praktische Ausbildung umfasst fünf Abschnitte von insgesamt 12 Monaten. In dieser Zeit werden die in der schulischen Ausbildung erworbenen Fachkenntnisse und Fertigkeiten vom Schüler in die Praxis umgesetzt.

Psychische Stabilität und körperliche Belastbarkeit sind genauso wie handwerkliches Geschick und logisch-analytisches Denken persönliche Voraussetzung für die Ausbildung und den Beruf. Der Beruf ist durch intensiven Kontakt mit Menschen gekennzeichnet. Daher ist schon für die Ausbildung die Bereitschaft notwendig, sich in Situationen anderer Menschen einzufühlen.

Ein Ergotherapie-Praktikum in Praxis und Klinik vor Ausbildungsbeginn kann dazu dienen, die Eignung für diesen Beruf zu klären und erste Eindrücke zu sammeln. Zu den Bereichen in der schulischen Ausbildung gehören vor allem medizinische, sozialwissenschaftliche, fachspezifische und handwerklich-gestalterische Fächer.


Medizinische Ausbildungsinhalte

In den Fächern Anatomie/Physiologie und in der Allgemeinen und Speziellen Krankheitslehre werden die medizinischen Grundlagen für die Ausbildung erarbeitet. Grundsätzliche Gesichtspunkte der Ausbildung sind hier Ursache, Symptome und Verlauf der Krankheiten sowie die präventiven, therapeutischen und rehabilitativen Möglichkeiten zu erkennen.


Sozialwissenschaftliche Fächer

In diesen Fächern wird das gesellschaftliche Hintergrundwissen über Krankheit und Behinderung dargestellt und ergänzt durch Grundlagen der Diagnostik und Therapie.


Fachspezifische Ausbildungsinhalte

Hier werden in den verschiedenen Fachbereichen ergotherapeutische Befunderhebungen durchgeführt, Behandlungsziele formuliert, Behandlungstechniken und -methoden ausgewählt und für den Patienten ein Konzept für die Bewältigung des Alltags erarbeitet.


Handwerkliche und gestalterische Techniken

Im Rahmen einer Reihe handwerklicher Techniken (Holz, Metall, Keramik, Textil, Bildnerisches Gestalten) werden Planung und Durchführung von Arbeitsabläufen und ihre therapeutische Bedeutung erlernt. Zusätzlich werden Kenntnisse in den Bereichen Materialkunde und Materialverarbeitung vermittelt.


 

Medienkunde und Datenverarbeitung

Die angehenden Ergotherapeuten werden in folgenden Bereichen ausgebildet: Text- und Grafikprogramme, Dokumentation und Datenbanken, ergotherapeutisch relevante Softwareanwendungen, Internet-Recherchen, Medienkunde, Hard- und Software.


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